Machbarkeitsstudie veröffentlicht – Dank an alle Beteiligten!

Titel Band 1 und 2

Nach über einem Jahr intensiver Prüfung und Beteiligung ist es soweit: Die Ergebnisse der Machbarkeitsprüfung für eine Biosphärenregion im Rheingau-Taunus-Kreis, der Stadt Wiesbaden und im Main-Taunus-Kreis liegen vor!

Inhalte der Machbarkeitsstudie

Die Machbarkeitsstudie ist in zwei Bände aufgeteilt:

Band 1 fasst die zentralen Ergebnisse der gesellschaftlichen und formalen Machbarkeitsprüfung zusammen, bietet einen Überblick über Hintergrund und Ziele, den Prüfraum sowie den Ablauf des Prüf- und Beteiligungsprozesse. [Band 1 herunterladen, PDF]

Band 2 bietet weiterführende Informationen zur Prüfung relevanter struktureller UNESCO-A-Kriterien (formale Machbarkeit). [Band 2 herunterladen, PDF]

Im Zentrum des Prozesses standen folgende Fragen: Hat die Region zwischen Rheingau, Wiesbaden, Main und Taunus das Potenzial, von der UNESCO als Biosphärenregion – Modellregion für nachhaltige Entwicklung – anerkannt zu werden? Wie bewerten die Menschen in der Region die Idee einer Biosphärenregion? Welche Chancen und Risiken werden gesehen?

Ergebnisse in Kürze
Die Machbarkeitsstudie zeigt ein gutes Potential für eine Biosphärenregion in den Landkreisen Rheingau-Taunus, Main-Taunus und der Stadt Wiesbaden:

  • Chancen überwiegen in vielen Bereichen: Der Beteiligungsprozess zu Chancen und Risiken einer Biosphärenregion hat ergeben, dass in den Bereichen Mobilität und Infrastruktur, Bauen und Siedlungsentwicklung, Tourismus und Naherholung, Soziales, Energie und Klima, Natur und Umwelt, Kulturlandschaften, Forschung und Bildung überwiegend Chancen gesehen werden. Für Industrie und Unternehmen war das Meinungsbild etwas zurückhaltender, allerdings in der Tendenz auch positiv.
  • Landwirtschaft ist strittigstes Thema: Der Themenbereich mit dem größten Dissens bezüglich der Abwägung von Chancen und Risiken war die Land- und Forstwirtschaft. Der gemeinsame Dialog zwischen allen Akteuren ist im Falle der Ausweisung einer Biosphärenregion wichtig und eine zentrale Aufgabe.
  • UNESCO-Antragskriterien erfüllbar: Die Prüfung des Potenzials der Region, UNESCO-Biosphärenregion zu werden, hat ergeben, dass die Region die für eine Antragstellung notwendigen Kriterien Repräsentativität, Flächengröße und Abgrenzung, Biodiversität sowie Verwaltung und Organisation erfüllen kann. Auch das Kriterium Zonierung kann, ausgehend von den bereits bestehenden Schutzgebieten und dem in der Region identifizierten Potenzial, erfüllt werden.

Dank an alle Beteiligten

Die Machbarkeitsstudie ist das Ergebnis eines breit angelegten Prüf- und Beteiligungsprozesses, an dem Interessenvertreterinnen und -vertretern aus Landkreisen und Kommunen, Interessensverbände, Organisationen aus Forschung und Bildung, zivilgesellschaftlichen Gruppen, Akteurinnen und Akteure aus allen Bereichen nachhaltiger Entwicklung – Wirtschaft, Umwelt und Soziales – sowie Bürgerinnen und Bürger mitgewirkt haben. An dieser Stelle möchten wir allen beteiligten Personen für die konstruktiven Diskussionen und ihr großes Engagement danken. 

Wie geht es jetzt weiter?

Die Machbarkeitsstudie ist Grundlage für die jetzt folgende kommunale Entscheidungsfindung. Es folgt ein zweistufiges Verfahren: Zunächst entscheiden die Gemeinderäte und Stadtparlamente, ob ein konkreter Antrag zur Einrichtung einer Biosphärenregion vorbereitet werden soll. Sobald dieser Antrag vorliegt, wird nochmals darüber entschieden, ob eine Antragstellung bei der UNESCO erfolgen soll (voraussichtlich im Herbst 2021).
Eine Presseinformation zur Veröffentlichung der Machbarkeitsstudie finden Sie auf der Informationsseite.

Downloads:
Band 1: Ergebnisse der Machbarkeitsprüfung für eine Biosphärenregion [PDF]
Band 2: Weiterführende Informationen zur Prüfung relevanter struktureller UNESCO-A-Kriterien [PDF]