Ablauf der Machbarkeitsstudie und Beteiligungsmöglichkeiten

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Die Machbarkeitsstudie wird in einem partizipativen Prozess entwickelt, also unter Einbindung aller relevanten Akteure und Zielgruppen. Dafür maßgeblich ist die enge Verzahnung zwischen den fachlichen Untersuchungsschritten und der Beteiligung. 

Fachliche Analysen werden also ergänzt und angereichert durch Diskussionsergebnisse aus dem Beteiligungsprozess. Der Gesamtprozess ist in vier Phasen unterteilt. Abgeleitet von fachlichen Aufgaben in jeder Phase werden die mit Öffentlichkeit und Interessensvertretern zu diskutierende Beteiligungsfragen identifiziert. Als ‚Wächter über den Prozess‘ tagt regelmäßig ein durch Interessensvertreter/innen besetzter Steuerungskreis, der den Beteiligungsprozess mitgestaltet und über inhaltliche Zwischenstände berät. 

Der Ablauf im Überblick

Phase 1: Untersuchen (Mai – Oktober 2018)

Ziel der ersten Phase ist eine Bestandsaufnahme und Informationssammlung für den weiteren Verlauf des Prozesses. 

Im Mittelpunkt der Phase stehen folgende Fragen: 

  • Was spricht für eine Biosphärenregion, was spricht dagegen?
  • Welche Fragen müssen im weiteren Prozess geklärt werden? 
  • Welche guten Beispiele im Bereich Nachhaltigkeit gibt es bereits in der Region? Woran kann angeknüpft werden? 

Im Rahmen der fachlichen Analysen erfolgt außerdem eine erste Klärung des Untersuchungsraums ("Um welches Gebiet geht es überhaupt?") sowie eine Prüfung anhand der UNESCO-Kriterien mit der Fragestellung, ob das Gebiet aus formaler Sicht für eine Antragsstellung geeignet wäre. 

Beteiligungsangebote in dieser Phase:

  • Drei große regionale Bürgerforen im August (siehe Veranstaltungen)
  • Online-Dialog zur Sammlung guter Beispiele und Diskussion von Chancen und Risiken 
  • Themen-Arbeitsgruppen mit Interessensvertreter/innen (nicht-öffentlich)

Phase 2: Planen (November 2018 – Februar 2019)

Ziel der Phase 2 ist die Entwicklung von Ideen und Varianten für eine mögliche Biosphärenregion. Dazu zählen sowohl die Identifikation regionalspezifischer Schwerpunkte und strategischer Ausrichtungen als auch Überlegungen zu möglichen Gebietsabgrenzungen und Zonierungen.

Wichtige Fragen in dieser Phase:

  • Wo liegen die Besonderheiten der Region mit Blick auf nachhaltige Entwicklung? 
  • Wie können wir uns als Region zukünftig strategisch nachhaltig ausrichten? Welche Potentiale birgt eine Biosphärenregion hierfür? 
  • Wie könnte eine Biosphärenregion konkret aussehen – mit Blick auf Gebietsaufteilung und Verwaltung? 

Beteiligungsangebote in dieser Phase: 

  • Jugendforum (siehe Veranstaltungen)
  • Themen-Arbeitsgruppen mit Interessensvertreter/innen (nicht-öffentlich)

Phase 3: Bewerten (März – Mai 2019)

Ziel der dritten Phase ist die Bewertung der zuvor erarbeiteten Ideen und Varianten - sowohl zur inhaltlichen Ausgestaltung als auch zur räumlichen Zonierung. Im Mittelpunkt der Phase stehen SWOT-Analysen (also Analysen von Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken).

Folgende Fragen stehen im Zentrum dieser Phase: 

  • Was sind Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken der bisher erarbeiteten Strategien für nachhaltige Entwicklung?
  • Welche Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken müssen bei verschiedenen Varianten der Gebietsabgrenzung und Zonierung berücksichtigt werden? 
  • Wo liegen Zielkonflikte (strategisch und räumlich)? 

Beteiligungsangebote in dieser Phase: 

  • Überregionales Bürgerforum in Frühjahr 2019 (siehe Veranstaltungen)
  • Themen-Arbeitsgruppen mit Interessensvertreter/innen (nicht-öffentlich)

Phase 4: Entscheiden (Juni – Dezember 2019)

Ziel der vierten Phase ist eine Entscheidung der politischen Gremien auf Basis der zuvor erarbeiteten Grundlagen zur Frage ob ein Antrag für eine Biosphärenregion bei der UNESCO eingereicht werden soll. Die politischen Vertreter/innen in der Region (Bürgermeister, Gemeinderäte, Stadtverordnete) müssen dies abwägen und beschließen.