Woher kommt die Idee einer Biosphärenregion ursprünglich?

Die Biosphäre ist der Raum unserer Erde, in dem es Leben gibt. Wir Menschen sind die erste Art, die es geschafft hat, diese so zu verändern, dass wir nun selbst bedroht sind. Mit Klimawandel, Umweltverschmutzung und Artensterben stehen wir vor gewaltigen Herausforderungen, die wir selbst lösen müssen und als erste Art auch können.

Die Erkenntnis, dass unsere biologische Vielfalt bedroht ist, ist nicht neu. Schon vor etwa 150 Jahren wurden die ersten Nationalparks gegründet, in denen Natur Natur sein darf. Später sah man ein, dass dies nicht ausreicht und biologische Vielfalt langfristig nur erhalten werden kann, wenn Nutzen und Schützen Hand in Hand gehen. Vor etwa 50 Jahren startete daher die UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization) ein internationales Forschungsprogramm, das sich mit dem Verhältnis von Mensch und Natur (MAB – Man and the Biosphere) beschäftigen sollte. In Biosphärenregionen entstanden Orte der Forschung, Bildung und Umweltbeobachtung.

Seitdem auf dem „Erdgipfel“ 1992 in Rio de Janeiro die Völker der Erde ein Übereinkommen über die biologische Vielfalt verabschiedet haben, ist Nachhaltigkeit das Zauberwort. Nachhaltig zu leben, heißt so zu leben, dass soziale Gerechtigkeit mit wirtschaftlicher Sicherheit in Einklang gebracht wird, ohne das ökologische Gleichgewicht zu gefährden. In einem repräsentativen weltweiten Netz von Biosphärenregionen werden konkrete Beispiele in die Praxis umgesetzt, um neue und dauerhaft tragfähige Umgangsformen des Menschen mit der Natur zu entwickeln. Bürgerinnen und Bürger auf der ganzen Erde sind so zu wichtigen Akteuren geworden, die mit dem Ziel leben und wirtschaften, ihre natürliche Umgebung zu bewahren.