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Bedenken: Was spricht gegen eine Biosphärenregion bei uns?

Welche Nachteile bzw. Risiken sind aus Ihrer Sicht mit einer Biosphärenregion in Rheingau - Wiesbaden - Main - Taunus verbunden? Wo haben Sie Bedenken?

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Chancen: Was spricht für eine Biosphärenregion bei uns?

Was spricht aus Ihrer Sicht dafür, dass die Region Rheingau - Wiesbaden - Main - Taunus Biosphärenregion werden sollte? Wo sehen Sie die Vorteile? Welche Chancen sind aus Ihrer Sicht für die Region damit verbunden? 

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Kommentare

Dem Thema Nachhaltigkeit insgesamt mehr Gewicht verleihen!
Pilotregion für eine ökologischen, nachhaltigeren und zukunftsfähigeGestaltung des Urbaniersierungsprozess bei dem auch die biologische Vielfalt eine Platz erhält! Für die Zukunftsfähigkeit einer Region ist Förderung der biologichen Vielfalt von Bedeutung insbesondere hinsichtlich des Klimawandels
- Förderung der grünen Infrastruktur nicht als Kulisse sondern als Lebensraum für Menschen Tiere und Pflanzen
- Nutzung aller Potenziale der urbanen Grünflächen für den Arten- und Biotopschutz
- Dachbegrünung, Vertikalbegrünung, Förderung/Erhalt alter Bäume
- Urban Gardening
- naturgemäße Pflege der öffentlichen Grünflächen nicht mit den heute leider üblichen Mulchmähern (Hächselmaschinen!) sondern durch Mähen mit Abräumen
- Förderung der Hobby/Nebenerwerbs-Landwirtschaft: Tierhaltung
- Förderung eines neuen Landwirtschafts-Leitbild eines urbanen Landwirtes, bei dem nicht mehr die agroindustrielle Landwirtschaft mit möglichset hoher Flächenproduktivität zur Bedienung globaler Märkte im Vordergund stehen, sondern vielfältige Dienstleistung für den Ballungsraum
- regionale Bio-Produkte herstellen
- Erlebnis-Angebote für Kinder und Erwachsene (Lehrbauernhof, Schulausflüge, Eventveranstalter
- Dienstleister in Landschaftspflege
- Nutzung der Landschaftspflegeaufwüchse zB für Biogas
- Aufwertung urbaner Grünfläche zB durch Verwendung von Wild-Saatgut
- Beim Bau von Häusern gleich Lebensraum für Pflanzen und Tiere integrieren: Animal-Aided Design https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/detail/article/3...
Viele Grüße
Stefan Nawrath

Es wäre wünschenswert, wenn eine Biosphärenregion dazu führen würde, dass Landwirte für Naturschutz und Biodiversität nicht, wie derzeit, bestraft werden. So führt das Grünlandumbruchverbot zwangsläufig dazu, dass so gut wie kein neues DGL entsteht, da der Ackerstatus der Fläche verloren geht und zu einer erheblichen Wertminderung führt bzw. Pächter Verpächtern gegenüber regresspflichtig werden. Innerhalb von 5 Jahren kann aber naturgemäß kein wertvolles, angepaßtes Grünland entstehen und ist mit erheblichen Kosten und Wettbewerbsnachteilen für die Landwirte verbunden. Von daher verhindert das Grünlandumbruchverbot im Grunde das, was es eigentlich bewirken sollte. Wer Grünland schützen will, muss gegen ein Umbruchverbot sein.
Dieses Problem hat auch jeder, der Käferbänke, Hecken, Natursteinmauern, neue Streuobstwiesen, etc. anlegt. Sobald diese Strukturen etabliert sind, wird der Bewirtschafter durch Rechteverlust und der Eigentümer durch Einschränkung seiner Eigentumsrechte bestraft.
Dazu kommt ein gewaltiger Bürokratieaufwand, weil diese Strukturen genauestens vermessen und aus den Bewirtschaftungsschlägen herausgerechnet werden müssen.
Das wäre beides sehr einfach zu lösen. Erstens Rechtssicherheit, sprich wer solche Strukturen anlegt, muss sie auch wieder entfernen dürfen. Und zweitens eine Pauschalregelung, nach der z.B. bis zu 20% jeden Schlages ohne jede zusätzliche Bürokratie für agrarökologische Maßnahmen, Jagdschneisen, etc. genutzt werden dürfen und in der Förderung einfach wie die auf dem Schlag angebaute Hauptfrucht behandelt werden + evtl. einem Zuschuss für die erbrachte ökologische Leistung, um einen Anreiz zu setzen.
Gleiches gilt für die Düngeverordnung, die gerade kleine, ökologisch arbeitende Betriebe benachteiligt. Warum nicht so lösen, dass jeder Betrieb entsprechend seiner gehaltenen Viehzahl Land nachweisen muss?

Es muss ja nicht jeder mitmachen, aber es wäre schon viel gewonnen, wenn diejenigen, die wollen, nicht behindert und bestraft würden.
Vielleicht ließen sich mit Projekten eines Biosphärenreservates einige der unsinnigen, natur- und praxisfernen EU-Irrwege relativieren.

Eine landschafts- und menschenbezogene Baukultur mit regionalen Baustoffen kann und muss wiederentdeckt und belebt werden. Dies gilt nicht nur für historischen Ortskerne wie z.B. in Idstein, Eltville oder Wiesbaden, sondern auch für Neubaugebiete und Gewerbegebiete.

Der Ballungsraum und eine Biosphärenregion wären eine große Chance, um den zukünftigen Herausforderungen wie Klimawandel, zunehmende Verschlechterung der Luft, zunehmender Individualverkehr, Erholungsflächen für Mensch und Natur zu begegnen. Man kann am Beispiel der Rhön sehen, wie gut sich die Region mit dem Status Biosphärenreservat entwickelt. Das wäre auch für den sanften Tourismus im Taunus eine sehr gute Möglichkeit für die Zukunft.

Ich hoffe, dass eine Biosphärenregion die Zusammenarbeit in der Ballungsregion Rheingau-Taunus-Wiesbaden-Main-Taunus verbessert. Bisher gibt es zu wenig Zusammenarbeit auf kommunaler und Kreis-Ebene.

In einer Biosphärenregion müssen neue Wege zur Schaffung hochwertiger Arbeitsplätze und -räume im Dienstleistungsbereich gesucht werden. Schnelle Anbindungen an das Internet und qualifizierte Arbeitsräume verhindern Landflucht und Pendelerströme. Vom Büro Zuhause bis zu innovativen Büromodellen - wenn beispielsweise alle im Büro arbeitenden Personen zwei Tage die Woche zuhause oder dezentral auf dem Land arbeiten, werden erhebliche Ressourcen geschont und Straßenkilometer vermieden. Alle könnten davon profitieren, bis hin zu freiwilligen Feuerwehr, deren Mitglieder vor Ort sind, wenn es einmal brennt ;-)

Ich hoffe, dass die Diskussionen im Rahmen der Erstellung der Machbarkeitsstudie und anschließend der eigentlichen Antragsunterlagen zu einer Überwindung des Schmalspurdenkens in Rheingau und Taunus und Wiesbaden führt. Ein weiter so wie bisher, mit vielen zersplitterten Zuständigkeiten und argwöhnischen Abgrenzungen, bedroht den Erhalt unserer so empfindlichen und wertvollen Natur- und Kulturschätze. Der Prozess um eine Biosphärenregion kann helfen, dieses Klein-Klein-Denken zu überwinden. Dazu braucht es engagierte Botschafter und Befürworter, die sich laut werbend zu Wort melden!

Die Region, insbesondere Rheinromantik, welche international bekannt ist, durch wirkliche Nachhaltigkeit zu stärken. Es eröffnet vielfältige Gestaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten, insbesondere Tourismus, Naturschutz und Landnutzung.
Verbesserung der regionalen Infrastruktur. Förderung der biologisch-dynamischen Landwirtschaft und damit einer zukunftsfähigen Landwirtschaft. Rettung und Förderung von alten Nutztierrassen.
Aufwertung von urbanen Grünflächen, nicht nur Rasen, sondern Vielfältigkeit durch Wildblumen und Wildkräuter.
Insgesamt Schutz der regionalen Besonderheiten.

Naturschutz kann gestärkt werden.

Ob bei Unternehmensansiedlung, Baugebieten, Verkehr, erneuerbaren Energien, Forst- und Landwirtschaft, ... Entscheidungen in der Stadt wirken sich auf's Umland aus, aber auch umgekehrt. Mag sein, dass es themenbezogen schon heute Konsultationen gibt, eine Biosphärenregion könnte die Selbstverständlichkeit fördern, immer auch an seinen Nachbarn zu denken. Als Städter ist mir die Erholungsfunktion der Naturlandschaften wichtig. Und die Natur kennt keine Gemeindegrenzen. Wie viele Köche verträgt der Brei? Die Größe der Region sollte nicht willkürlich definiert werden, sondern sich an der Machbarkeit ;-) orientieren. Es kommt auf gemeinsame Interessen an.

Das Thema Biosphärenregion ist wichtig und sollte alle Menschen der Region herausfordern sich mit der Zukunft unserer vielfältigen Region auseinanderzusetzen. Die Chance besteht in der Zusammenführung der Ansprüche der Stadt- und Landbewohner. Einerseits gibt es enorme Pendlerströme, auf der anderen Seite Wohnen und Leben im "Grünen" (Wo die wohnen machen andere Urlaub). Mit einer regionalen Gesamtkonzeption sind Tourismusförderung, Wohnraumschaffung, Verkehrslenkung und sonstige Infrastruktur in einer Biosphäre eine große Herausforderung um dies nachhaltig zu planen und die Menschen der Region auf diesem Wege mitzunehmen. Auch die Risiken die von einigen Interessengruppen vorgetragen werden sind nach meiner Meinung eine
Herausforderung zu Handlungsansätzen, die am Ende für alle einen "Mehrwert" generieren. Dieser ist nicht immer nur in Euro direkt ablesbar, auch Lebenswerte Region mit Minimierung der Störpotenziale müssen hier gesehen werden. Selbstverständlich gibt es in einer Biosphäre auch Einkommenschancen, die Erschlossen werden können und müssen. Ich hoffen wir werden hier eine Balance finden, durch die die gesamte Region im Rahmen der Biosphäre erkennt,
dass die Zukunft so gestaltet werden muss, dass auch die folgenden Generationen hier eine lebenswerte und liebenswerte Region besitzen und bewahren können.

Viele Grüße

Jürgen

Orte

Wir als Kulturlandschaftsverein Hausen v.d.H. setzen uns für den Erhalt einer biologischen Vielfalt ein. Mit unserem 2002 eingerichteten Feldflora-Reservat zeigen wir auf, welche alten Kultursorten und Ackerwildkräuter in der heutigen Zeit noch wachsen können - ohne Düngemittel oder Herbizide! http://feldflora-taunus.de/
Ausgedehnt auf den gesamtem Raum Wiesbaden und Rheingau-Taunus wäre die Einrichtung einer Biosphärenregion enorm wichtig und würde viele weitere positive Impulse im Bewusstsein der Bürger geben. Deshalb können wir dieses Projekt nur befürworten und unterstützen!

Eine Biosphärenregion biete die einmalige Chance, alle Faktoren für eine ganzheitlich Entwicklung nachhaltiger Sturkturen. Es geht hier nicht allein um Naturschutz, sondern um die Suche nach neuen Wegen des Zusammenlebens in einer Metropolregion. Themen wie regionale Erzeugung und Vermarkung von Lebensmitteln und Energie, eine zukunftsfähige Verkehrsstrategie, Stärkung gesünderer Lebensweise können und müssen darin einen Platz finden. Selbstverständlich steht auch der Schutz von Natur im Fokus, aber gerade eben auch im Hinblick, dass die anderen Faktoren der Gesellschaft nicht dagegen ausgespielt werden sondern im gleichen Maße auch gefördert werden. Nur im Miteinander besteht die Chance vorbildhaftes zu erreichen.
Wichtig hierbei ist auch die starke Einbindung des Bildungssystems. Ohne Menschen die den Bioshärengedanken leben, hat die Region keine Entwicklungschance.

Eine Biosphärenregion sichert die nachhaltige Entwicklung, das kulturelle wie das ökologische Erbe der Region und damit ihre Zukunftsfähigkeit. Besondere Brisanz, Relevanz, Sonderaufgaben und Verantwortung ergeben sich aus dem Nebeneinander und Wechselspiel verschiedener historischer Landschaften und Territorien, dem Stadt-Land-Gefüge im Rhein-Main-Gebiet mit seinen diversen Zentren, und dem besonderen kaiserzeitlichen und kolonialwirtschaftlichen Gepräge Wiesbadener Konsumkultur (Stichwort Ananastörtchen).
Diese Gegensätze machen entsprechende Forschungs- und Entwicklungsansätze notwendig, aussagekräftig und vielversprechend.