Bedenken: Was spricht gegen eine Biosphärenregion bei uns?

Welche Nachteile bzw. Risiken sind aus Ihrer Sicht mit einer Biosphärenregion in Rheingau - Wiesbaden - Main - Taunus verbunden? Wo haben Sie Bedenken?

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Kommentare

Meine Bedenken beziehen sich nicht direkt auf die Biosphärenregion selbst, sondern auf den Prozess der Beteiligung: In der Bürgerschaft in Wiesbaden werden zur Zeit viele Themen kontrovers diskutiert (z. B. Citybahn Wiesbaden, Bebauung Ostfeld, Müllverbrennungsanlage, mögliche Fahrverbote wegen Dieselbetrugsskandel und Maßnahmen zur Luftreinhaltung). Jeder Einzelne hat aber nur eine begrenzte Aufnahmekapazität und ein begrenztes Zeitbudget. Es besteht m. E. die Gefahr, dass ein so abstraktes und in diesem Stadium weniger konkretes Thema wie eine Biosphärenregion in der Diskussion komplett untergeht. Eine andere Gefahr sehe ich darin, dass Fehlinformationen oder einseitig überzogene Darstellungen die Meinungsbildung dominieren und die Bürger nicht die Motivation haben, sich mit Details zu befassen.
Daher wäre es zumindest günstig, die Bürger wenigstens zeitlich nicht zu überfordern und dieses Forum für mehr als 14 Tage geöffnet zu lassen.

Lieber Andreas,
herzlichen Dank für Ihr Feedback zum Prozess. Ihren Wunsch, die Online-Beteiligung länger geöffnet zu halten, beherzigen wir gern für unsere interne Manöverkritik und mögliche zukünftige Online-Angebote. Sie werden auch über diesen Online-Dialog hinaus auf jeden Fall im kommenden Jahr im Rahmen eines überregionalen Bürgerforums nochmals die Möglichkeit haben, sich zu beteiligen.
Freundliche Grüße
Petra Schröter (Moderation)

Hallo Andreas,
vielen Dank für Ihren Hinweis.
Wir haben den Online-Dialog bis zum 18. September verlängert und freuen uns über rege Beteiligung.

Herzliche Grüße,
Annika Adolf (Moderation)

Als heimischer Landwirt mache ich mir Sorgen wie wir in Zukunft unsere Existenz sichern können - wir brauchen unsere wertvollen Flächen! Bevor man daher über neue Kern- und Randzonenprojekte nachdenkt, ist es notwendig a) den bereits seitens der Landwirtschaft geleisteten Beitrag in Form von freiwilligen erbrachten Leistungen wie Bienenweiden, Uferrandstreifen, Rebhuhnareale, Lerchenfenster, Feldhamsterreservate und sonstige ökologische Schutzzonen zu erfassen und zu berücksichtigen und b) den täglichen Flächenentzug: hier ein Golfplatz - dort eine Umgehung, hier ein Supermarkt – dort Ausgleichsflächen, Parkplätze, Gewerbegebiete usw. einzudämmen.
Es kann doch nicht sein, dass wir uns selbst das heimische Potenzial einer regionale Ernährung nehmen und uns dann mittels Importe aus Übersee behaftet mit Raubbau, Glyphosat und Genmanipulation bedienen.

Genau um die von Ihnen beschriebenen Themen geht es nach meinem Verständnis in der Biosphärenregion: Begrenzung des Flächenverbrauches, Erhalt und Förderung der nachhaltigen Landwirtschaft und Landnutzung, Anerkennung der ökologischen Leistungen und Unterstützung der Landwirtschaft. Die Kernzonen ohne Nutzung liegen im Wald und haben daher keine Berührung mit der Landwirtschaft. Die Pflegezone muss als Kulturlandschaft von der Landwirtschaft gepflegt werden. In der Entwicklungszone wird es keine zwingenden Vorschriften für die Nutzung geben, aber langfristig kann nur eine nachhaltige, ökologisch verträgliche, regional orientierte Landwirtschaft zu einer positiven Entwicklung führen.

Die Landwirtschaft, als ein wesentliches Kernelement der menschlichen Nutzung und Entwicklung unserer Kulturlandschaft muss bei Ihrer Entwicklung unterstützt werden - genau dafür muss auch eine Biosphärenorganisation da sein.
Die Flächenkonkurrenz ist enorm und die Landwirtschaftliche Nutzfläche unter erheblichem Druck, da ist Hilfe nötig.
Aber auch die Landwirtschaft muss und kann sich ändern. Nicht alles was bisher als gute fachliche Praxis geübt wird, ist auf Dauer für die Umwelt, Natur und Kreatur (er-)tragbar. Hier muss in einem fairen Dialog und mit Unterstützung nach neuen Wegen gesucht werden.

Ich bin Landwirt aus Heidenrod und konnte aus terminlichen Gründen an der Veranstaltung im Kreishaus Bad Schwalbach leider nicht teilnehmen.

Wie schon mein Kollege vor mir möchte ich ebenfalls darauf hinweisen, dass die jetzigen Strukturen der Landwirtschaft erhalten bleiben MÜSSEN. Wir haben so schon viele Auflagen wie z.B. das Greening und machen auch freiwillig schon sehr viel, wie Bienenweiden, Honigbrachen, Ackerrandstreifen etc. um die biologische Vielfalt zu erhalten. Daran ist uns allen gelegen. Meine Wiesen beispielsweise haben Bioqualität.

An dem Punkt gehe ich hier sogar noch einen Schritt weiter als mein Kollege, der es eher nett umschrieben hat. Ich werde mir durch Ihre Kernzonen und Randzonen und was auch immer meine Existenzgrundlage bestimmt nicht nehmen lassen und mich dadurch quasi „kalt enteignen“ lassen. Nicht anderes bedeutet es, wenn in der irgendwelchen Zonen keine Landwirtschaft betrieben werden darf oder nur biologisch.
Ich denke das dies auch keiner meiner Kollegen mit sich machen lässt, nur weil irgendwer, seine biologische Ideologie durchsetzen möchte. Ich werde weder meine Landwirtschaft aufgeben, noch auf Bio umschwenken. Dann klage ich bis zum Europäischen Gerichtshof, wenn es sein muss. Da ich nicht der einzige sein werde, machen Sie sich schon mal auf eine massive Sammelklage gefasst.

Dieser ganze Zertifizierungswahn in Deutschland, und nichts anderes ist diese Biosphären Region, kann nicht bedeuten, dass Menschen die Existenzgrundlage entzogen wird und wertvolles Ackerland wegfällt.

Es kann auch nicht sein, dass immer wir Landwirte den Schwarzen Peter bekommen und dass wir das, was unsere Familien seit Jahrhunderten auf der gleichen Scholle machen, plötzlich nicht mehr ausführen sollen.

Verstehen Sie mich nicht falsch, ich unterstütze die biologische Vielfalt mit einigen Hektar biologischer Vorrangflächen, Bienenweide etc.
Aber ich werde in KEINEM Fall freiwillig und kampflos meinen Betrieb aufgeben, oder mir kostbares Ackerland nehmen lassen. Der Raubbau an Ackerland ist durch Ausgleichflächen für gemeindliche Bauprojekte und Bau- Gewerbegebiete ist ohnehin schon nicht mehr hinzunehmen.

Sollte diese Unesco- Zertifizierung eben genau das bedeuten, dann werden wir uns zu verteidigen wissen und sicherlich auch gewinnen.

Ich finde es sehr ungünstig, dass Sie umfangreiche Bedenken äußern, die durch Informationen über die Zonierung der Biosphärenregion ausgeräumt werden können. Die Kernzone (3-5% der Fläche) besteht aus Waldflächen, die überwiegend heute schon nicht mehr forstwirtschaftlich genutzt werden. Die Pflegezone (ca. 15%) umfasst die Flächen für den Schutz der Biodiversität, also z. B. heute schon bestehende Naturschutzgebiete. Wie der Name sagt, muss die Pflegezone als Kulturlandschaft von der Landwirtschaft gepflegt (d. h. extensiv genutzt) werden. In der Entwicklungszone wird es nach meinem Verständnis der Biosphärenregion keine verbindlichen Einschränkungen geben, Ziel ist aber selbstverständlich eine nachhaltige, verträgliche Nutzung. Von "kalter Enteignung" kann überhaupt keine Rede sein. Ich denke, dass die Biosphärenregion die regionale Landwirtschaft gerade unterstützen kann und die Ziele von Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Naturschutz unterstützen und voran bringen kann.

vielen Dank für die Informationen. Diese habe ich so in der ausführlichen Form, wie Du sie geschrieben hast, leider nicht auf der Internetseite gefunden. Ich bin da ja nicht grundsätzlich dagegen, aber im ersten Moment sah es so aus. Wie schon gesagt, ich konnte leider nicht auf die Veranstaltung kommen. Die genauen Erklärungen der Zonen habe ich nicht gefunden, wenn sollte die dies ja auch gleich auf der ersten Seite erklärt sein. Und mit fehlenden Informationen kommt dann eine abwehrende bzw. verteidigende Haltung bei raus. Biodiversität betreiben wir ja sowieso schon wie erwähnt, ich hatte eher Angst das mich weiter einschränken muss, daher der Begriff "kalte Enteignung". Wenn es denn so ist wie Du sagst, dann hätten wir ja kein Problem damit. Ich finde aber es sollte auf der Webseite eindeutiger und klarer beschrieben sein was in den Zonen ist und was nicht, welche Orte/ Gemeinden in welchen Zonen liegen und auf was da geachtet wird etc. Für mich ist das nicht klar erkenntlich und das sollte möchlichst bald nachgebessert werden.

Hallo Andreas, sicherlich zutreffend ist, dass die Kernzone mit 3-5% so gelegt werden könnte, dass diese fest ausschließlich auf Waldflächen fällt, die bereits z.T. ohnehin schon mit einem gewissen Schutzstatus versehen sind. Nun kann man sich treffend streiten, ob es sinnvoll ist, zusätzlich zu den bereits - zumindest den Staatswald betreffend - aus der Nutzung genommenen Waldflächen weitere unter Prozessschutz stellen will (was ich persönlich ablehne). Dies ist allerdings eine Entscheidung des Eigentümers, also des Landes Hessen.
Viel interessanter ist, wie es sich mit den Pflegezonen (PZ) (zusammen mit den Kernzonen über 20 % der Fläche) verhält. PZ können vom Menschen umsichtig genutzt werden. Zum Beispiel für ökologisch orientierte Land- und Forstwirtschaft, Landschaftspflege, Maßnahmen zur Umweltbildung oder naturschonenden Tourismus. Im Vgl. zur 3. Zone, der Entwicklungszone, gibt es in der PZ schon nennenswerte Auflagen, die sich je nach derzeitiger Wirtschaftsweise z.B. eines Landwirtes erheblich auf sein künftiges Wirtschaften auswirken können. Aufgrund des Ausmaßes der Flächengröße lassen sich PZ dann nicht mehr ausschließlich auf Waldflächen verteilen. Außerdem haben die drei Zonierungen in einem räumlichen Zusammenhang zu stehen.
Es wäre aus meiner Sicht unseriös den Eindruck zu erwecken, als bliebe es im Falle der Einstufung von landwirtschaftlichen Flächen in die Pflegezone für einen Landwirt mit konventioneller Wirtschaftsweise alles beim alten.

.....ist schon mal guter Nährboden für Spekulationen. Der Andreas sagt so, der Hannes sagt so. Ich sage, ich werde in keinem Fall an meiner Arbeitsweise was ändern und auch kein Land abgeben. Punkt!
Ich könnte jetzt auch spekulieren ob diese schlechte Informationspolitik der Verantwortlichen gewollt ist, um uns Landwirte "noch" ruhig zu halten oder schlichtweg falsch eingeschätzt wurde. Ich denke mir mal meinen Teil dazu und gehe auch konform mit dem was die Stephanie geschrieben hat. Außerdem wird unser Bauernverband ein Auge darauf haben und frühzeit Informationsveranstaltungen geben und wenn nötig auch andere Maßnahme unterstützen. Ichc hoffe mal auf genaue Information der Verantwortlichen in den nächsten Tagen.

Ich denke, das werden die meisten Landwirte so sehen, auch weil wir am stärksten betroffen sind. Ohne genauere Informationen, welche Einschränkungen drohen oder welche Vorteile sich bieten, werden die Landwirte aus Angst vor weiteren Beschneidungen ihrer Entscheidungsfreiheit eher gegen eine Biosphärenregion stimmen.

LG,
Stephanie Winhard

Grundsätzlich halte ich die Idee des Ausweisens dieser Region als Biosphärenregion für sehr interessant. Mir ist allerdings der Unterschied zwischen einem Biosphärenreservat (wie beispielsweise das der Rhön oft als Vergleich ins Feld geführt wird) und hier einer Biosphärenregion nicht bekannt! Die Rhön sehe ich komplett als ländlichen Raum - ein Geben und Nehmen für alle in dem Biosphärenreservat lebenden Menschen. Bzgl. der ins Auge gefassten Biosphärenregion sehe ich das dann schon ein wenig anders. Auf der einen Seite - im Osten - befinden sich Teile der Metropolregion Rhein-Main, auf der anderen Seite der flächenmäßig überwiegende Teil - der ländliche Raum. Hinsichtlich der Zonierung und der damit verbundenen Einschnitte sehe ich die Hauptlast im Westteil der BR. Als Profiteure und Hauptnutznießer sehe ich den Ostteil des BR.
Aus meiner Sicht besteht bzgl. Belastung/Nutzen der BR ein erhebliches Ungleichgewicht für die in der Region lebenden Menschen zwischen Ost und West; wenn auch insgesamt diese Region von dem Status als BR profitieren könnte. Zum Nachteilsausgleich sollte es dann allerdings zwischen den involvierten Kommunen der BR einen innerstaatlichen/zwischenkommunalen Lastenausgleich geben.

Es könnte schwerer werden Verkehrstrassen auszuweisen

Aus meinen Erfahrungen mit Wiesbaden und dem Rheingau-Taunus-Kreis ist die Bereitschaft, etwas abzugeben, weil es objektiv besser (billiger, einheitlicher, kompetenter) wäre, gering. Stadt, Landkreis, Gemeinden - alle verfolgen egoistische Ziele. Aber vielleicht ist eine Biosphärenregion ja auch geeignet, die wechselseitigen Abhängigkeiten und die Vorteilhaftigkeit aufzuzeigen, nicht alles selbst oder alleine zu machen.

Hallo Nutzer wanderer,

da Sie in Ihrem Kommentar davon ausgehen, dass "alle" "egoistische Ziele verfolgen" würden, möchte ich Sie auf unsere Dialogregeln hinweisen (https://www.machbarkeitsstudie-biosphaerenregion.de/dialogregeln). Regel 1 bezieht sich auf Sachlichkeit, Wahrhaftigkeit und Respekt, die wir untereinander im Dialog wahren wollen.
Um eine konstruktive Debatte zu führen, würde es uns helfen, wenn Sie Akteure genau benennen und Ihre Kritik konstruktiv ausführen würden. Ansonsten könnten sich andere Personen gekränkt fühlen.
Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Rücksichtnahme.
Wir freuen uns über einen weiteren anregenden Dialog.

Beste Grüße,
Annika Adolf (Moderation AA)

Hallo Nutzer HeLa,

Vielen Dank für Ihre rege Beteiligung an der Diskussion!
Da Sie den Informationsfluss als schlecht empfinden, möchte ich Sie gerne hiermit darauf hinweisen, dass auf der Informationen-Seite (https://www.machbarkeitsstudie-biosphaerenregion.de/informationen) zahlreiche Hintergrundinfos und Dokumente bereitstehen. Sie finden dort etwa im Bereich "Dokumente" ein pdf zu den Kriterien der Anerkennung und Überprüfung von Biosphärenreservaten in Deutschland von der UNESCO und eine Grafik zum Ablauf der Machbarkeitsstudie (https://www.machbarkeitsstudie-biosphaerenregion.de/sites/default/files/...). Dieser Grafik können Sie entnehmen, dass im Zeitraum von März - Mai 2019 ein überregionales Bürgerforum geplant ist, zu dem Sie alle herzlich eingeladen sind.
Da wir uns derzeit noch in Phase 1 "Untersuchen" der Machbarkeitsstudie und der Beteiligung befinden, sind noch keine Entscheidungen getroffen worden.

Ich hoffe, dass ich Ihnen damit etwas weiterhelfen konnte,
Beste Grüße,
Sabrina Weber (Moderation SW)

Hallo Frau Weber,
danke für die Hinweise, diese hatte ich auch schon vor dem Eintrag zum Teil gelesen, aber das sind allgemeine Richtlinien der Zertifizierung. Ich meine eher die Informationen die auf die anvirsierte Region ausgerichtet sind. Wenn ich diese Richtlinien da lese bin ich nicht beruhigt, eher im Gegenteil. Da stütze ich mich wieder auf meinen ersten Beitrag. Entwerder die Region erfüllt schon jetzt die Voraussetzungen dafür diese Zertifizierung zu bekommen und die Landwirtschaft kann ihre Strukturen so beibehalten oder sie wird diese Zertifizierung eben nicht bekommen. Zumindest nicht dadurch, das wir unsere Betriebe verkleinern oder aufgeben.

Hallo Nutzer HeLa,

Danke für die rasche Rückmeldung.
Ziel der ersten Phase ist eine Bestandsaufnahme sowie eine Informationssammlung. Die Gebietsabgrenzung für eine mögliche Biosphärenregion ist noch nicht beschlossen. Da die Klärung des Untersuchungsraums noch aussteht, können jetzt noch keine konkreten Aussagen zu einer möglichen Zertifizierung getroffen werden. Ihre Beiträge, also auch Ihre Bedenken, werden aufgenommen und gehen in die Machbarkeitsstudie ein. Die Machbarkeitsstudie soll ergebnisoffen klären, ob eine Biosphäre in der Region überhaupt formal möglich wäre - also ob die Region die Kriterien der UNESCO erfüllt und ob die Idee breite Unterstützung in der Region findet.
Im Juni - Dezember 2019 wird dann entschieden, ob überhaupt ein Antrag für eine Biosphärenregion bei der UNESCO eingereicht werden soll.

Wir freuen uns, wenn Sie sich weiterhin beteiligen!
Beste Grüße,
Sabrina Weber (Moderation SW)

vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Ich werde es weiter genau beobachten und hoffe das meine Message angekommen ist. Wir unterstützen gerne das vorhandene, aber es wir keiner noch mehr machen, als wir es sowieso schon tun. Die Bestandaufnahme wird ja Licht ins Dunkel bringen.

Viele Grüße
Heiko Lang

Das Label „Biosphärenregion“ könnte für die Beteiligten ein Ansporn sein, ihre Überlegungen zur Gewerbe-, Siedlungs- und Naturraumentwicklung am Gedanken der Nachhaltigkeit zu orientieren statt an der kurzfristigen (und egoistischen) Erzielung von Einnahmen.
Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass neben den bestehenden Planungsebenen (Regionalversammlung Südhessen, Regierungspräsidium) eine weitere eingezogen wird, die mit dem Aufbau einer entsprechenden Verwaltung verbunden ist. Um solche Kosten zu rechtfertigen, müssten Befugnisse im Planungsprozess definiert und verankert werden. Beratende Gremien ohne echte Rechte (u.a. TÖB) gibt es bereits ausreichend.

Derzeit ist im Bereicht Main-Taunus keinerlei öffentliche Diskussion zum Thema im Gange. Ich sehe daher die Gefahr, dass die Bürger hier erst zu einem späten Zeitpunkt etwas erfahren und dann sehr leicht die Meinung haben könnten, dass es eine von "oben" aufgezwungene Sache ist.
Insbesondere ist aufgrund der Kürze der Zeit, die für die Machbarkeitsstudie veranschlagt ist, eine stärkere Öffentlichkeitsarbeit notwendig. Nicht nur mit "offentlichen Foren" sondern mit gezielten Artikeln in der Tagespresse. Erst dann kann die Öffentlichkeit etwas von den Foren erfahren.